Der Blutwert GPT liefert wichtige Hinweise auf Leberzellschäden. GPT gilt als der leberspezifischste der klassischen Leberwerte und ist daher besonders aussagekräftig bei Verdacht auf eine Lebererkrankung.

Was ist GPT?

GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase), international auch als ALT (Alanin-Aminotransferase) bezeichnet, ist ein Enzym, das überwiegend in den Leberzellen vorkommt. Im Gegensatz zu GOT findet sich GPT kaum in anderen Organen, weshalb es als besonders spezifischer Marker für Leberzellschäden gilt.

Welche Erkenntnisse liefert der GPT-Blutwert?

  1. Spezifischer Hinweis auf Leberzellschädigung:
    Da GPT hauptsächlich in der Leber vorkommt, deutet ein erhöhter Wert relativ eindeutig auf eine Schädigung der Leberzellen hin.
  2. Beurteilung im Verhältnis zu GOT (De-Ritis-Quotient):
    Das Verhältnis von GOT zu GPT hilft, die Art und Schwere der Leberschädigung einzuordnen – überwiegt GPT, spricht das eher für eine leichtere, akute Leberzellschädigung.
  3. Früherkennung einer Fettleber:
    GPT ist häufig einer der ersten Werte, die bei einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) ansteigen, oft noch bevor Symptome auftreten.
  4. Hinweis auf Virushepatitis:
    Bei akuten oder chronischen Virushepatitiden (z. B. Hepatitis B, C) ist GPT meist deutlich erhöht.
  5. Verlaufskontrolle bei Lebererkrankungen und Medikamenten:
    GPT eignet sich gut zur Überwachung des Krankheitsverlaufs sowie zur Kontrolle möglicher Nebenwirkungen leberbelastender Medikamente.

Typische Referenzwerte (Orientierung)

GPT (ALT) Einordnung
Männer: bis 50 U/l Normalbereich (laborabhängig)
Frauen: bis 35 U/l Normalbereich (laborabhängig)
Oberhalb des Referenzbereichs Hinweis auf Leberzellschädigung

Wichtiger Hinweis

GPT sollte nicht isoliert beurteilt werden. Für eine fundierte Einordnung sind oft zusätzliche Werte wie GOT, Gamma-GT, Bilirubin und ggf. Alkalische Phosphatase sinnvoll.

Wann sind Abweichungen beim GPT häufig?

  • Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD)
  • Virushepatitis (z. B. Hepatitis A, B, C)
  • Alkoholbedingte Leberschäden
  • Übergewicht und metabolisches Syndrom
  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Paracetamol, Statine, Antibiotika)
  • Autoimmune Lebererkrankungen (z. B. Autoimmunhepatitis)

Fazit

  • GPT ist ein leberspezifisches Enzym und gilt als besonders zuverlässiger Marker für Leberzellschäden.
  • Erhöhte Werte können auf Fettleber, Virushepatitis oder andere Leberschädigungen hinweisen.
  • Im Verhältnis zu GOT lässt sich die Art der Leberbelastung genauer einordnen.

Kosten im IMD-Labor 2,33 EUR

Der Glutamat-Pyruvat-Transaminase-Wert als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für Selbstzahler, kostet die reine Laborbestimmung 2,33 €, dazu kommen MwSt., ggf. Blutabnahme (+4,20 €) und Beratungskosten beim Arzt.

Beim IMD-Labor heißt es Leberscreening-Profil und beinhaltet die Werte GOT, GammaGT, GPT und AP für 9,32 EUR.