Viszerales Fett (auch „Bauchfett" oder „inneres Fett" genannt) ist das Fettgewebe, das sich tief im Bauchraum um die inneren Organe wie Leber, Magen und Darm ansammelt – im Gegensatz zum subkutanen Fett, das direkt unter der Haut liegt. Es gilt als besonders stoffwechselaktiv, da es entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) und Hormone freisetzt, die den Fett- und Zuckerstoffwechsel beeinflussen. Ein erhöhter Anteil an viszeralem Fett steht in engem Zusammenhang mit einem gesteigerten Risiko für Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettlebererkrankungen. Anders als Unterhautfett lässt sich viszerales Fett äußerlich oft nicht eindeutig erkennen, weshalb Bauchumfang : Körpergröße bei <0,5 liegen sollte (als grober Richtwert) oder bildgebende Verfahren zur Einschätzung herangezogen werden sollten.

Relevante Blutwerte im Zusammenhang mit viszeralem Fett

  • Triglyceride (optimal <100 mg/dl(: erhöht bei viszeraler Fettansammlung, da diese vermehrt freie Fettsäuren in die Leber abgibt
  • HDL-Cholesterin: häufig erniedrigt, gilt als typisches Muster bei viszeraler Adipositas
  • LDL-Cholesterin / Gesamtcholesterin: oft im ungünstigen Bereich verschoben
  • Nüchternglukose & HbA1c: Hinweise auf beginnende Insulinresistenz
  • Insulin (nüchtern): zur Beurteilung der Insulinsensitivität (z. B. HOMA-IR)
  • GGT (Gamma-GT): erhöht bei begleitender Fettleber
  • ALT (GPT) / AST (GOT): Leberwerte, die bei viszeralem Fett und nichtalkoholischer Fettleber ansteigen können
  • hs-CRP: Marker für die chronisch niedriggradige Entzündung, die viszerales Fettgewebe begünstigt
  • Harnsäure: häufig mit viszeraler Fettverteilung und metabolischem Syndrom assoziiert
  • Adiponektin: meist erniedrigt (entzündungshemmendes Hormon aus Fettgewebe)
  • Leptin: oft erhöht, spiegelt die Fettmasse und Leptinresistenz wider

Wichtigste Learnings

– Viel Bewegung
– Keine Fruchtsäfte
– Keine Smoothies