Insulinresistenz bezeichnet einen Zustand, bei dem die Körperzellen (insbesondere in Muskel-, Fett- und Lebergewebe) vermindert auf das Hormon Insulin ansprechen. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und sorgt normalerweise dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Zellen aufgenommen und dort zur Energiegewinnung genutzt wird. Bei einer Insulinresistenz reicht die übliche Insulinmenge nicht mehr aus, um diesen Effekt zu erzielen – die Bauchspeicheldrüse reagiert darauf mit einer gesteigerten Insulinausschüttung, um den Blutzuckerspiegel dennoch im Normbereich zu halten. Über längere Zeit kann dieser kompensatorische Mechanismus jedoch erschöpfen, was den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt und den Übergang zu einem Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes begünstigt. Insulinresistenz steht in engem Zusammenhang mit viszeralem Fett, Übergewicht, Bewegungsmangel und chronischen Entzündungsprozessen und gilt als zentraler Baustein des metabolischen Syndroms.
Relevante Laborwerte im Zusammenhang mit Insulinresistenz
- Nüchternglukose: häufig im hochnormalen oder bereits erhöhten Bereich als frühes Warnsignal
- Nüchterninsulin: erhöht, da die Bauchspeicheldrüse die verminderte Insulinwirkung kompensiert
- HOMA-IR (Homeostasis Model Assessment): berechneter Index aus Nüchternglukose und -insulin zur direkten Beurteilung der Insulinsensitivität
- HbA1c: spiegelt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 8–12 Wochen wider und zeigt eine langfristige Verschlechterung der Glukosetoleranz
- oraler Glukosetoleranztest (oGTT): deckt frühe Störungen der Blutzuckerregulation auf, die im Nüchternwert noch nicht sichtbar sind
- Triglyceride: häufig erhöht, da Insulinresistenz den Fettstoffwechsel in der Leber verändert
- HDL-Cholesterin: oft erniedrigt, typisches Begleitmuster bei Insulinresistenz
- Harnsäure: häufig erhöht, da Insulinresistenz die Ausscheidung über die Niere beeinträchtigt
- hs-CRP: Hinweis auf die chronisch niedriggradige Entzündung, die Insulinresistenz begleitet und verstärkt
- SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin): häufig erniedrigt, gilt als indirekter Marker für Insulinresistenz
Wichtigste Learnings
– HbA1c nicht der entscheidende Blutwert, erhöhte Werte zeigen sich als Letztes.
– Kraftsport bindet Zucker
– Keine Fruchtsäfte
– keine Smoothies
– Reihenfolge beim Essen beachten:
Ballaststoffe, Gemüse. Kohlenhydrate zum Schluss
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