Der Blutwert HOMA-Index liefert wichtige Hinweise auf die Insulinresistenz und den Zuckerstoffwechsel. Der HOMA-Index gilt als etablierter Marker, um eine gestörte Insulinwirkung frühzeitig zu erkennen, oft schon bevor sich Blutzuckerwerte auffällig verändern.

Was ist der HOMA-Index?

Der HOMA-Index (Homeostasis Model Assessment) ist ein rechnerischer Wert, der aus Nüchtern-Insulin und Nüchtern-Glukose ermittelt wird. Er dient zur Abschätzung der Insulinresistenz, also wie gut oder schlecht die Körperzellen auf Insulin ansprechen.

Berechnung: HOMA-IR = (Nüchtern-Insulin [µU/ml] × Nüchtern-Glukose [mg/dl]) / 405

Welche Erkenntnisse liefert der HOMA-Index-Blutwert?

  1. Hinweis auf Insulinresistenz:
    Ein erhöhter HOMA-Index zeigt, dass die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin ausschütten muss, um den Blutzucker im Normbereich zu halten.
  2. Früherkennung des metabolischen Syndroms:
    Der HOMA-Index kann Insulinresistenz oft schon Jahre vor einer manifesten Typ-2-Diabetes-Erkrankung aufzeigen.
  3. Zusammenhang mit Übergewicht und Bauchfett:
    Viszerales Fettgewebe fördert die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe, die die Insulinwirkung beeinträchtigen.
  4. Hinweis auf PCOS und hormonelle Störungen:
    Bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) ist der HOMA-Index häufig erhöht.
  5. Verlaufskontrolle bei Lebensstiländerungen:Der Index eignet sich, um den Erfolg von Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion oder Sport auf die Insulinsensitivität zu überprüfen.

Typische Referenzwerte (Orientierung)

HOMA-Index Einordnung
< 1,0 Optimal (hohe Insulinsensitivität)
1,0–2,0 Normalbereich
2,0–2,5 Grenzwertig, erhöhtes Risiko
> 2,5 Hinweis auf Insulinresistenz

Wichtiger Hinweis

Der HOMA-Index sollte nicht isoliert beurteilt werden. Für eine fundierte Einordnung sind oft zusätzliche Werte wie HbA1c, Nüchternglukose, Triglyceride und Taillenumfang/BMI sinnvoll.

Wann sind Abweichungen beim HOMA-Index häufig?

  • Übergewicht, insbesondere viszerales Bauchfett
  • Bewegungsmangel
  • Metabolisches Syndrom
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Chronische Entzündungen
  • Genetische Veranlagung zu Insulinresistenz

Fazit

  • Der HOMA-Index berechnet sich aus Nüchtern-Insulin und Nüchtern-Glukose und gilt als guter Frühmarker für Insulinresistenz.
  • Erhöhte Werte können auf ein steigendes Risiko für Typ-2-Diabetes und metabolisches Syndrom hinweisen.
  • Werte unter 1,0–2,0 gelten als unauffällig.

Kosten im Labor 16,90 EUR

Der HOMA-Index als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für Selbstzahler kostet, da Nüchtern-Insulin und Nüchtern-Glukose separat bestimmt werden, insgesamt 16,90 €, dazu kommen ggf. Kosten für die Blutabnahme.