Was ist Zink?
Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das an sehr vielen Stoffwechselprozessen beteiligt ist,
unter anderem an zahlreichen Enzymreaktionen. Da der Körper Zink nicht gut speichern kann, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung wichtig.
Zink unterstützt unter anderem das Immunsystem, die Zellteilung und Regeneration, die Wundheilung, die Hormonproduktion, den Geschmacks- und Geruchssinn sowie die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln.
Welche Erkenntnisse liefert der Zink-Blutwert?
- Zink-Versorgungsstatus:
Der Wert zeigt, ob eine ausreichende Versorgung, eine Unterversorgung oder ein Zinkmangel vorliegt. Leichte Mängel sind relativ häufig und werden nicht immer sofort erkannt. - Immunsystem und Infektanfälligkeit:
Zink ist wichtig für die Aktivierung von Immunzellen und die Abwehr von Erregern.
Niedrige Werte können mit erhöhter Infektanfälligkeit, längerer Krankheitsdauer und einer schwächeren Immunantwort verbunden sein. - Haut, Haare, Nägel und Wundheilung:
Zink unterstützt Hauterneuerung und Wundheilung. Eine Unterversorgung kann sich z. B. durch Haarausfall, brüchige Nägel, Hautprobleme (z. B. Akne, Ekzeme) oder verzögerte Wundheilung bemerkbar machen. - Hormon- und Stoffwechselprozesse:
Zink beeinflusst verschiedene hormonelle und metabolische Prozesse, unter anderem Insulinwirkung, Schilddrüsenstoffwechsel und Fruchtbarkeit. Ein Mangel kann diese Prozesse ungünstig beeinflussen. - Nervenfunktion und Sinneswahrnehmung:
Zink ist an der Nervenfunktion beteiligt und unterstützt den Geschmacks- und Geruchssinn.
Niedrige Werte können mit Konzentrationsproblemen oder Geschmacksstörungen einhergehen.
Typische Referenzwerte (Orientierung)
| Zink (Serum/Plasma) | Einordnung |
|---|---|
| 70–120 µg/dl | Normalbereich |
| < 70 µg/dl | Unterversorgung / Mangel |
| > 130 µg/dl | Hoch – Supplementierung prüfen |
Wichtiger Hinweis zur Aussagekraft
Der Serum- oder Plasma-Zinkwert kann durch Entzündungen, Stress und Tageszeit beeinflusst werden. Bei Verdacht auf einen funktionellen Mangel kann daher eine Verlaufskontrolle oder ergänzende Diagnostik sinnvoll sein.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Zinkmangel?
- Einseitige Ernährung
- Vegetarische oder vegane Ernährung (je nach Lebensmittelauswahl)
- Chronische Magen-Darm-Erkrankungen oder Resorptionsstörungen
- Hoher Alkoholkonsum
- Chronischer Stress oder hohe körperliche Belastung (z. B. Leistungssport)
- Schwangerschaft und Stillzeit
Fazit
- Zink ist zentral für Immunsystem, Haut, Wundheilung, Hormone und Nervenfunktion.
- Der Blutwert hilft, Unterversorgung oder Überversorgung zu erkennen.
- Eine Supplementierung sollte gezielt und idealerweise kontrolliert erfolgen.
Kosten im Labor 6,04 EUR
Der Zink-Wert als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für Selbstzahler, kostet die reine Laborbestimmung ca. 6,04 €, dazu kommen ggf. Blutabnahme (+4,20 €) und Beratungskosten beim Arzt.
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