Der Blutwert Vitamin K liefert Erkenntnisse über die Blutgerinnung, die Knochen­gesundheit und indirekt über den Gefäßstoffwechsel. Er wird meist bei speziellen Fragestellungen gemessen, da Vitamin K im Blut nur in sehr kleinen Mengen vorkommt.

Was ist Vitamin K?

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin und liegt hauptsächlich in zwei Formen vor:
Vitamin K1 (Phyllochinon) aus pflanzlichen Lebensmitteln (z. B. grünes Gemüse) und
Vitamin K2 (Menachinon), das teilweise aus tierischen Lebensmitteln stammt und zudem durch Darmbakterien gebildet wird.

Vitamin K wird benötigt, um bestimmte Proteine im Körper zu aktivieren.
Ohne ausreichendes Vitamin K können diese Proteine ihre Funktion nicht richtig erfüllen.

Welche Erkenntnisse liefert der Vitamin-K-Blutwert?

  1. Blutgerinnung:
    Vitamin K ist essenziell für die Aktivierung wichtiger Gerinnungsfaktoren.
    Eine Unterversorgung kann mit erhöhter Blutungsneigung, Hämatomen und verlängerten Blutungszeiten einhergehen. Häufig wird die Vitamin-K-Wirkung indirekt über Quick/INR beurteilt.
  2. Knochengesundheit:
    Vitamin K aktiviert unter anderem Osteocalcin, ein Protein, das am Knochenstoffwechsel beteiligt ist. Ein niedriger Vitamin-K-Status kann mit verminderter Knochendichte und einem erhöhten Osteoporose-Risiko verbunden sein.
  3. Gefäßgesundheit:
    Vitamin K ist an der Aktivierung von Proteinen beteiligt, die helfen können, Calciumablagerungen in Gefäßwänden zu begrenzen. Eine Unterversorgung wird daher mit Gefäßverkalkung in Verbindung gebracht.
  4. Relevanz bei Vitamin-K-Antagonisten:
    Bei Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar/Warfarin) ist weniger der Blutwert selbst entscheidend, sondern eine möglichst gleichmäßige Vitamin-K-Zufuhr, um Gerinnungsschwankungen zu vermeiden.

Typische Referenzwerte (Orientierung)

Vitamin K (Serum) Orientierungsbereich
Vitamin K1 (Phyllochinon) ca. 0,1–2,2 µg/l

Erhöhtes Risiko für Vitamin-K-Mangel?

  • Fettarme oder sehr einseitige Ernährung
  • Störungen der Fettaufnahme (z. B. Leber-, Gallen- oder Darmerkrankungen)
  • Langzeit-Antibiotikatherapie
  • Neugeborene (daher Vitamin-K-Prophylaxe)
  • Langfristige Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten

Fazit

  • Vitamin K ist zentral für Blutgerinnung, Knochenstoffwechsel und Gefäßgesundheit.
  • Der Blutwert kann Hinweise auf Unterversorgung geben; häufig wird zusätzlich die Gerinnung (Quick/INR) betrachtet.
  • Bei Medikamenten wie Marcumar/Warfarin ist eine konstante Zufuhr besonders wichtig.

Kosten im Labor 33,22 EUR

Der Vitamin K-Wert als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für Selbstzahler, kostet die reine Laborbestimmung ca. 33,22 €, dazu kommen ggf. Blutabnahme (+4,20 €) und Beratungskosten beim Arzt.